Entscheidest du aus Angst?

Das Bedürfnis nach Sicherheit.
Eines der gemeinsten und lehrreichsten..;)
Hast du dir mal Gedanken dazu gemacht, aus welcher Motivation heraus du handelst und Entscheidungen triffst?
Und aus welchen Motiven dein Kind handelt?
Und ob sich daraus Probleme ergeben?

Ich sag dir worauf ich hinauswill.
Aktuell treffe ich in meinem Umfeld ganz oft auf Menschen, die aus Angst handeln. Nicht aus konkreten Phobien oder pathologischen Störungen heraus.. neenee.. viel subtiler, unbewusster und vor allem umfassender..

Grundsätzlich können wir jede einzelne Entscheidung die wir treffen und Handlung die wir durchführen, reduzieren (ich mags ja simpel) auf zwei Motivationen, die uns eben dazu bringen.
Zwei Gefühle,die der Ursprung alles anderen sind und die darüber entscheiden, wie unser Leben verläuft.

Du handelst entweder

aus Angst
oder
aus Liebe.

Wirklich.

Jede, wirklich jede Entscheidung hat eines der beiden Motive zur Grundlage.
Spür mal nach.
Warum sollte dein Kind den roten Pulli anziehen und nicht den blauen?
Weil du Angst hast, es könne frieren im blauen? Weil er nicht mehr so gut erhalten ist und andere ihn als abgetragen bewerten könnten?
Warum darf dein Kind nicht dies oder das?
Warum darfst du nicht dies oder das?
Und spinn mal weiter.. was daran macht dir Angst?
Und wenn du oft mit jemandem aneinander gerätst, zum Beispiel deinem Kind, dann forsch doch einfach mal ob da etwas kollidiert.
Ob es gerade deine Entscheidung auf den Prüfstand stellt, weil sie Angst entwachsen ist und es Liebe und Vertrauen wünscht?

Der Typus der viel aus Angst handelt, trifft Entscheidungen, zweifelt sie dann an. Er bremst andere auch mal durch “Vorsicht”, will immer nur das “Beste” für andere, weil er es immer gut meint für sich und andere und er eben schnell Gefahren erkennt. Er mag generell Konventionen und weiß was richtig und falsch ist und erklärt seine Einwände gerne rational und mit Vernunft.

Schließt du Verträge,um im Falle eines Falles “Sicherheit” zu haben?
Triffst du alltägliche Entscheidungen für deinen Teenager,weil du ihm nicht zutraust, das selbst zu können und um zu vermeiden, dass er die in deinen Augen falsche trifft?
Gehst Risiken nur bedingt ein, weil du ja Gefahren verkennen könntest und damit nicht weißt,was passieren könnte.
Brauchst du Bankauskünfte, einzuhaltende Regeln,durchstrukturierte Tagesabläufe oder eine Orientierung an den Werten der Leistungsgesellschaft,weil sie dir annähernd garantieren sollen was ohnehin nicht in deiner Macht liegt?
Das Gefühl von Sicherheit.

Das brauchst du.
Das findest du nie draussen. Da suchen wir aber ganz oft.

Um Sicherheit zu erfahren, müssen wir erst loslassen und freigeben, was wir so sehr wünschen.
Wie gemein.
Erst wenn du nicht mehr im Außen nach Sicherheit suchst, in 1000 Variationen, wirst du im Innen finden was du immer gesucht hast.

Liebe.
Das Gegenteil von Angst.

Das Vertrauen in dich und dass du in allen Situationen im Außen bestehen kannst.
Weil du nämlich schon sicher bist und es durch die Suche danach immer schwieriger wird, diese leise Stimme wahrzunehmen.

Dabei war die mal gar nicht leise.
Die war richtig laut und überzeugend.

Bis wir gelernt haben,dass andere aus Angst handeln, weil diese gelernt haben, dass Kontrolle mehr Sicherheit bieten soll als Vertrauen. Wo Kontrolle und Angst doch nur der verzweifelte Versuch sind, wiederherzustellen was immer da war.
Liebe, Vertrauen,Sicherheit.
Innere.
Absurd.

Handelst du heute aus Liebe, so lernst du zu vertrauen, loszulassen, zu spüren was gut ist und tut.
Deine Liebe, dein Vertrauen, deine Sicherheit sorgen dafür, dass andere das und sich erfahren und weitertragen.

Und du so?
Handelst du heute aus Angst oder Liebe?

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