Kinder und Probleme…

Kein Kind ist ein Problem und Kinder schaffen auch keine Probleme.
Kinder zeigen Probleme auf.
Nämlich die der Umgebung.
Im Kind wird lediglich sichtbar, was die Umgebung nicht erkennt.

Probleme liegen ursprünglich nicht im Kind.
Das Kind hat lediglich Probleme, das Problem als solches zu erkennen, denn das kann ja nicht mal die Umgebung und das Kind hat ein noch größeres Problem damit, keine Probleme zu machen, damit es für seine Umgebung unproblematisch ist, denn damit wäre das Problem für das Kind ja nicht gelöst und tatsächlich versucht es mit dem, was du als Problem wahrnimmst, das ursprüngliche Problem zu lösen.
😀
Wie klug!

Ein Problem, das es übrigens nicht hätte, wenn du dir anschauen würdest, an welcher Stelle du Probleme hast, dir selbst zu begegnen, denn dann würde es nicht mit Hilfe eines dir unerwünschten Verhaltens ein unbefriedigtes Bedürfnis zu befriedigen versuchen.
Dein Kind ist nämlich nicht, was es tut.
Was es tut, ist lediglich sichtbarer Ausdruck seines Empfindens und was dir problematisch erscheint, ist sein Versuch der Lösung.

Der Ursprung deiner heutigen Herausforderung im Umgang mit deinem Kind (deinem Partner, deinem Chef) liegt in einer Überzeugung, die du über dich in der Welt gewonnen hast und die dir entweder nicht bewusst ist oder von der du nicht weißt, wie du sie endlich los wirst.
Du springst immer auf dieselben Themen an und dazu brauchst du Sparringspartner, die dir spiegeln, wo du in dir nicht ganz rund bist:
Menschen, die keine Verantwortung übernehmen und alles dir überlassen.
Menschen, die keine Rücksicht nehmen und dich wertlos zurücklassen.
Menschen, die sich über dich erheben und dich verurteilen oder ablehnen.
Menschen, von denen du glaubst, dass sie die Macht haben, dir bestimmte Gefühle zu verpassen, die dich ungesehen und unwichtig, minderwertig, kochend vor Wut oder hilflos und ohnmächtig fühlen lassen.

Welcher Mensch eignet sich wohl besser, dich mit dem in dir zu konfrontieren, was dir hinterherläuft, als der Mensch, vor dem du nicht weglaufen und ausweichen kannst, weil er der dir am wichtigsten und nächsten ist?
Weglaufen unmöglich?
Trennung ausgeschlossen?
Wegsehen unerträglich?

Du hast an dieser Stelle genau drei Möglichkeiten:
1. du wiederholst In Endlosschleife was du in der Beziehung in wiederkehrenden Situationen fühlst, ohne es fühlen zu wollen, immer wieder und behauptest „ist ja gar nicht so schlimm“ oder versuchst nacheinander 723 Möglichkeiten, das Problem im Kind zu lösen, denn dort nimmst du das Problem ja wahr.
2. du überträgst die Verantwortung für das was zwischen euch passiert auf dein Kind. Dann macht es in deiner Welt Probleme, erhält vielleicht Diagnosen, die dich das „Problem“ bekämpfen lassen und du entfernst dich weiter von dir selbst.
3. du löst das Problem ursächlich und für dich, und in dir und freust dich darüber, dass dein Kind keine Probleme mehr machen MUSS und begegnest deinem Kind so, wie du es dir eigentlich und immer gewünscht hast.
Frei und in Liebe.

Nein, nein, das bedeutet nicht, dass deine böse Kindheit schuld ist, du das Problem bist oder du Schuld hast (es gibt hier gar keine Schuldigen) oder dass du deine Vergangenheit auf links drehen musst und für jedes Verhalten das dein Kind an den Tag legt, deine Vergangenheit ursächlich ist.
Es bedeutet, dass die gültigen und wirksamen (!) Überzeugungen über dich in der Welt ihren Ursprung in der Welt derer haben, die dir ihre Welt als die Welt gezeigt haben.
Das heisst also lediglich, dass du die Verbindung, die Kausalität zwischen heute (Problem) und gestern (Ursprung) erkennen musst.
Ich nenn sie immer roten Faden.
Mach daraus einen roten Teppich aus Ursache und Wirkung und entzieh der Wirkung ihre Wirkung und dein Erleben verändert sich.
Und dein Problem löst sich in Luft auf.
Und das deines Kindes gleich mit.
Dein Kind erhält die Chance, nicht deine Welt als die Welt zu erfahren, sondern seine eigene Welt zu erleben.

Probleme sind Geschenke.
Deine.
Pack sie aus.
❤️

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