Ein Vogel, der auf einem Ast sitzt, vertraut nicht auf den Ast und darauf, dass er nicht bricht. Er vertraut auf seine Fähigkeit zu fliegen.

Bitte vertrau du nicht darauf, dass du niemals
etwas tust, was die Beziehung zu deinem Kind belastet oder euch schadet, sondern darauf, dass du alles mitbringst und dazulernst, um die Beziehung zu deinem Kind stark, tragfähig und belastbar zu gestalten, damit sie aushält, wer ihr beide seid.

Stärke entsteht nicht durch Vermeidung von Herausforderungen und starke Beziehungen entstehen nicht durch Vermeidung deiner Neins, deiner Fehler und deiner Persönlichkeit.

Starke Beziehungen entstehen, wenn du dich selbst in Gänze aushältst und dich auseinandersetzt. Zuerst mit dir und dann mit deinem Kind.
Dazu musst du nur darauf vertrauen, dass das, was euch verbindet, stärker ist als jede Angst, die du vor dem Verlust dieser Beziehung hast, weil du nicht gut genug bist.

Wieder und wieder und wieder.
Du bist genug.

Dein Kind ist bereits ein toller Mensch – du musst nur dafür sorgen, dass es der bleiben kann und es sich nicht deiner Angst vor Fehlentwicklung unterordnen muss, indem es sein soll, wer besser für es wäre.

Darf dein Kind nicht genügen?
Darf es „falsch“ sein?
Anders, eckig, abgelehnt?
Darf dir Angst machen, was es tut und lässt?
Darf es unperfekt sein und in den Augen anderer versagen, nicht dazugehören und zu viel sein?
Nicht, dass ich’s einem von euch wünschen würde, aber dürfte es wirklichehrlich scheitern, weil es nur ist, wer es ist und nicht, wen du dir für es wünschen würdest?

Darfst du nicht alles an deinem Kind immer mögen und jede seiner Seiten an ihm wunderbar finden? Ungefähr so wenig wie du alles an dir und anderen Menschen toll findest oder muss es ein bisschen mehr so sein, dass du es toll finden kannst?

Brauchst du noch genug oder bist du schon genug?

Eine Antwort mit Nachklang.
In deinem Kind.

Dein Kind gibts nur ein einziges Mal.
Alle anderen gibt es schon.
💚
Break the cycle.

Zu wollen, dass dein Kind dir zuhört, ist eine negative Erfahrung. In dir.
Zu akzeptieren, dass dein Kind dir gerade nicht zuhört, ist eine positive Erfahrung. In dir.
Eine positive Erfahrung zu wollen, ist also eine negative Erfahrung.
Eine negative Erfahrung zu akzeptieren, ist eine positive Erfahrung.

Etwas zu wollen, was nicht ist, bringt dich nicht näher zu dem, was du dir wünschst.
Dein Kind hört dir nicht mehr zu, nur weil du das willst.
Es zu wollen, entfernt dich sogar davon.
Dein Kind hört dir dann deshalb zu, weil du das willst, nicht weil es das will. Das nennt man Gehorsam. Ist das dein Anspruch?

Immer wenn du unbedingt möchtest, was gerade fehlt, verstärkst du die Tatsache, dass es nicht da ist. Du nimmst an deinem Kind also Millionen Dinge nicht mehr war, sondern ausschließlich die Tatsache, dass es dir nicht zuhört. Tunnelblick. Es hört nicht zu, es zählt nicht was du willst, es ist egal was du sagst.
Du wirst nicht gehört.
Trigger.

Etwas für dein Kind zu wollen, was nicht ist, hält dich nicht nur unzufrieden, besorgt und im Mangel, es entfernt dich damit sogar von dem, was du dir für dein Kind wünschst
UND
es entfernt dich von deinem Kind
UND
dein Kind entfernt sich von sich, denn je mehr du möchtest, dass es zuhört, desto mehr Grund entwickelt es, das nicht zu wollen, denn wenn sein Tun nicht mehr seinen Wünschen entspicht, sondern deinen, hat es viele gute Gründe, sich auch in anderen Bereichen zu entziehen und ihr seid in vielen Momenten deS Tages im Kampf darum, wer nun das Recht hat, gehört zu sein.

Das Beispiel ist völlig austauschbar.
Je mehr du möchtest, dass dein Kind glücklich ist, desto weniger wirst du sein Glück erkennen.
Je mehr du etwas für dein Kind vermeidest, Sorgen, Ängste, Schwierigkeiten, desto weniger wird es ihnen gewachsen sein und desto mehr von diesen Herausforderungen wird es haben.
Je mehr du glaubst, dass es mehr von etwas braucht, desto weniger wirst du bemerken, was schon alles ist.

Je leichter es dir fällt, zu akzeptieren wer dein Kind ist, desto stärker wird seine Persönlichkeit sein.
Je leichter es dir fällt, zufrieden zu sein mit dem was ist, desto zufriedener wirst du sein.
Und dein Kind.

Akzeptanz ist nicht Resignation, sondern die liebende Annahme dessen, was ohnehin ist und damit der Nährboden für alles, was du dir tatsächlich wünschst.
Damit ist sie die positive Erfahrung die es braucht, um zu verändern, was nicht gewünscht ist.

Stress hast du immer dann, wenn das, was gerade ist, nicht mit dem übereinstimmt, was du gerne hättest.
Anstatt zu versuchen, zu bekommen, was du gerne hättest und dafür unter Umständen andere Menschen zu bewegen, etwas zu tun oder irgendwie zu sein, die dabei dann womöglich noch im Widerstand landen und dich ohnmächtig und noch frustrierter zurücklassen, könntest du ja mal im ersten Schritt, ganz gewagt, akzeptieren was ist.
Rate, was dann mit deinem Stress passiert.
😊
Akzeptanz ist nicht Resignation.
Resignation geht ein Kampf voraus.
Akzeptanz geht Vertrauen voraus.
Akzeptanz öffnet die Türen für das, was du eigentlich möchtest, weil du erst dann die Möglichkeit hast, wahrzunehmen, was ist und nicht was soll und dein Gegenöber die Chance darauf hat, zu wollen, was du willst.
Oder eben nicht, aber damit bist du dann ohnehin schon fein, weil deine Gefühle nicht mehr von den Handlungen des anderen abhängen.

Deine Zufriedenheit von etwas abhängig zu machen, was noch nicht ist, raubt dir nicht nur den Moment, der am Ende dein Leben ist, sondern deine Zufriedenheit selbst.
Weil die Ohnmacht, den anderen nicht bewegen zu können, dich fängt.
Weil du einfach nie zufrieden sein kannst, wenn nicht ist, was soll.
Weil es nie gut ist.
Weil du immer noch was suchst und brauchst.
Weil erst noch etwas eintreten muss.
Weil der andere erst verstehen muss und du nie der andere bist.
Weil.

Steig da mal aus.
Die Dinge haben genau die Bedeutung, die du ihnen gibst.
Mach aus brauchen mal haben.
Mach aus suchen mal finden.
Aus wollen mal spüren.
Und aus Begehren Dankbarkeit.

Dann wird aus Mangel Fülle.
Und dann nenn das dein Leben.
Dein Kind nennt das Kindheit.

❤️
Break the cycle.

Deinem Kind zu vertrauen, bedeutet nicht, es „einfach machen zu lassen“. Es bedeutet zu erkennen, wer es ist und was es kann.

Die Grenzen deines Kindes zu achten, bedeutet nicht, es machen zu lassen“, sondern es zu respektieren.

Dein Kind nicht zu bestrafen, heißt nicht, es einfach machen zu lassen, sondern sein Wesen über seine Funktionalität zu stellen.

Von deinem Kind keinen Gehorsam zu erwarten, bedeutet nicht, es machen zu lassen, sondern eine Beziehung zu ihm zu führen.

Dein Kind als gleichwürdig zu betrachten, heißt nicht, es machen zu lassen, sondern mächtig viel Arbeit. Deine Arbeit.

Dein Kind machen zu lassen, bringt keine exzentrischen Egoisten hervor, sondern stärkt sein Selbstvertrauen, denn nur wer stark ist, kann sich auch Empathie leisten.

Dein Kind machen zu lassen, bedeutet nicht dass dir egal ist, was es tut, sondern Umwege, Extra-Arbeit und deinen Einsatz.

Dein Kind „machen zu lassen“, ist kein Ausdruck von Grenzenlosigkeit, Resignation und Gleichgültigkeit sondern von Bewusstsein, Respekt und Vertrauen.

Dein Kind machen zu lassen, weil du nicht darauf angewiesen bist, dass es tut und lässt, was du benötigst, ist ein Geschenk.

Schenk doch heute mal.
Schenk Vertrauen, schenk Umweg, schr k Empathie, schenk Freiheit, schenk Stärke, schenk Respekt und dein Kind lernt Vertrauen, Umweg, Empathie, Freiheit, Stärke und Respekt.
Weil du es machen lässt.

❤️

Break the cycle.

Heißes Thema, überleg dir also gut, ob du der tief in dir gespeicherten Überzeugung, (nicht) schuld zu sein, kurz begegnen möchtest, denn kein anderes Gefühl wiegt so schwer und ruft so viele und heftige Abwehrreaktionen hervor, wie das Gefühl der Schuld.
❤️

Ich polarisiere ja ganz gerne, ich nerve gern, ich klopfe gern an Türen, auf denen Widerstand steht, ich drücke meine Finger gerne tief in Wunden- alles im Namen des Guten. 🙃
Denn wo aus Angst Liebe wird und das deinem Wachstum und damit deinem Kind und damit seiner Welt dient, ist mir nahezu jedes Mittel recht.

Vor einiger Zeit hab ich einem Post in sehr deutlichen Worten ein paar Zeilen zum Thema Strafen formuliert und kein Thema ist besser geeignet, derart heftige Reaktionen zu hervorzurufen. Noch nie hab ich so viele verächtliche Kommentare gelöscht und Personen für diese Seite gesperrt (und dafür mal wieder negative Bewertungen erhalten ;)) , die Kindern so geringschätzig gegenüberstehen.
Noch nie war ich in Bezug auf meine Arbeit so traurig wie an diesem Tag, weil mir noch nie so viel Verachtung gegenüber kleinen Persönlichkeiten begegnet ist.
Da machte sich hier, auf meiner Seite, an meinem geschützten Ort mitten im weiten großen Netz, also in meiner Bubble, in die ich dich hier jederzeit einlade, Eiseskälte breit.
Da war nur noch Angst. So viel davon, dass ich mir kaum noch erklären konnte, wo sie herkommt.

Angst, ohne Strafen gäbe es keine Regeln mehr.
Angst, das Kind sei verloren, wenn es nicht auf eine Welt aus Strafen vorbereitet wird, weil diese die Welt regieren.
Angst, den Halt zu verlieren, weil ohne Strafen alles auseinanderbrechen könnte.
Angst, die eigenen Werte in Stücken aufsammeln zu müssen und vor allem Angst vor dem gefürchtetsten aller Gefühle:
Angst vor Schuld.
Kennst du?

Schuld zeigt sich gern als Angst, etwas „falsch“ gemacht haben zu können, irreparabel, nicht wieder gut zu machen und am Kind vorbei und dafür die Verantwortung zu tragen.
Angst, in der wichtigsten aller Aufgaben unwiderruflich versagt, ein Menschlein zerstört zu haben und dafür die Verantwortung zu tragen.
Angst, die selbst erfahrenen Verletzungen weiterzugeben oder sich eingestehen zu müssen, es vor dieser Weitergabe der Verletzungen nicht beschützen zu können und dafür die Verantwortung zu tragen.

Diese Angst gilt es abzuwehren, nichts davon darf wahr sein, denn dann kriecht die Schuld in unsere Zellen, denn wir tragen ja schließlich die Verantwortung.
Und wer die Verantwortung trägt, der kann sich schuldig machen, so glauben wir.

Und da verteilt sie sich dann in uns.
Verurteilt uns.
Lähmt und beschämt uns.
Schwer die Schuld und groß die Liebe und Verantwortung mit Schuld verwechselnd.
Ein unerträglicher Zustand.
Und was macht der Mensch am liebsten mit unerträglichen Zuständen?
Er sorgt dafür, dass er sie schnell wieder los wird und die Psyche stellt allerlei fleissige Helferin zu Verfügung, um die innere Balance wieder herzustellen.
Es wird entweder getan und gemacht, wie der Hamster in seinem Laufrad, damit der befürchtete Zustand niemals eintritt und die Schuld „wahr“ wird oder es wird vermieden, geleugnet, projiziert .
Weg damit, weil nicht aushaltbar.
Unbewusst.

Sich diese Angst vor der eigenen Schuld einzugestehen , nicht aber die Schuld selbst, ist so unfassbar unvorstellbar, dass manche Menschen sich lieber an ein Bild von Erziehung klammern, das längst überholt ist, an eigene überholte Haltungen, die wenigstens Halt schenken.
Hauptsache, das dahinter liegende Gefühl bleibt verborgen, weil nicht sein darf, was längst ist.
Das Gefühl von Schuld.

Dabei tragen wir gar keine Schuld, sondern Verantwortung und wenn Verantwortung mal schief geht, weil wir es noch nicht besser können, werden wir nicht schuldig, sondern an das Gefühl der Schuld erinnert, das wir schon so lange in uns tragen, weil jemand um dich herum Verantwortung nicht von Schuld unterscheiden konnte.

Manchmal hör ich von Eltern, dass sie bedauern, so viel „falsch“ gemacht zu haben, so viel nicht früher gewusst zu haben.
Wie aber soll das möglich gewesen sein?
Du warst vor 5, 10 oder 20 Jahren ein anderer Mensch,der andere Dinge gewusst, gedacht und daher getan hat.
Wenn du das also denkst, geißelst du nicht nur dich selbst, damit trennst du dich nicht nur von deinem Kind, du hast auch schlicht und einfach keine Schuld.
Du tust zu jedem Zeitpunkt das, was möglich ist, dein Bestes und das darf reichen.
Und dazu gehören explizit Fehler, denn kein Kind kann perfekte Eltern gebrauchen und es braucht Fehler, um aus ihnen zu lernen, um dich weiterzuentwickeln. Denn das ist der ursprüngliche Sinn von Fehlern.
Fehler verursachen nicht automatisch Schuld.

Schuld entsteht erst dann, wenn wir wider besseres Wissen Dinge tun oder lassen und wir also Bewusstsein über Zusammenhänge erlangen, über Ursache und Wirkung und wir es dennoch tun.
Wenn wir also ganz bewusst das „Falsche“ tun (nicht aber wenn wir das Falsche für richtig halten) oder wenn wir uns weigern, die Verantwortung für unsere eigene Weiterentwicklung zu übernehmen.
Schuld erfordert immer das bewusste in Kauf nehmen von Nachteilen für dein Kind.
Erst dann entsteht Schuld.
Keine Sekunde vorher.

Schuld hast du nicht, nur weil du dich schuldig fühlst und Schuld würdest du auch nicht loswerden, wenn du deine Schuldgefühle leugnest.
Schuld hat niemand, der Unbewusstes tut, und wer nach Lösungen sucht kann sich nicht schuldig machen.
Gleichzeitig tragen wir aber die Verantwortung dafür, bewusst zu sein, um die Weitergabe dieser irrsinnigen Schuldgefühle von Generation zu Generation zu verhindern.

Du.trägst.keine.Schuld.
Mach was daraus.
Stell Methoden in Frage und stell dich in Frage, aber nie dein Kind.
Pack die Gefühle aus, die hinter deinen Einstellungen lauern, aber lass sie nicht dein Kind ausbaden.
Hinterfrag was du denkst und tust, während du dein Kind fragst, was es denkt und fühlt.
Streich „selbst schuld“ von deiner Vokabelliste und hör auf dich hinter deinen Schuldgefühlen zu verstecken und die Verantwortung liegen zu lassen.
Pack alle deine Fehler unter die Neonröhre und seziere sie.
Trau dich dir zu.
Trau dich deinem Kind zu.
Fühl dich verantwortlich, aber trenn dich von Schuld, weil sie sonst euch trennt.

Schuldgefühle zu haben, ist für dein Kind so nutzlos, wie deine Schuldgefühle zu leugnen.
Dich deinen Schuldgefühlen zu stellen, ist der erste Schritt, um zu erkennen, dass du nie Schuld hattest.
Nicht gestern und nicht heute.
Damit befreist du nicht nur dich, sondern auch dein Kind.
Break free.
❤️

Break the cycle.